Ausbildungsstart über den Dächern Neuhausens

München I 13.09.2022

Zum Beginn der dreijährigen Pflegeausbildung hatte sich ein mehrköpfiges Begrüßungskomitee eingefunden. An ihrem ersten Theorietag an unserer Berufsfachschule für Pflege München hießen Schulleitung Margit Schmid, ihre Stellvertreter Frank Wiesemann und Angelika Weiß den Kurs im Namen des ganzen Schulteams herzlich willkommen. Bei einem ungezwungenen Kennenlernen im 15. Stockwerk des Hochhauses am Rotkreuzplatz begrüßte auch Pflegedirektorin Christine Asel-Helmer und Pflegebereichsleitung Theresa Groß den Pflegenachwuchs. Gemeinsam mit Kursleitung Levana Doldi freuen sie sich darauf, die 27 jungen Frauen und Männer während ihrer Ausbildung zum Pflegefachfrau bzw. -fachmann begleiten zu dürfen.

Die Zusammensetzung der Klasse ist sehr heterogen, alleine die Altersspanne reicht von 17 bis über 50 Jahre. Entsprechend unterschiedlich ist der Erfahrungs- und Berufshintergrund sowie die Herkunftsländer der Auszubildenden. Mehrere Nationen sind versammelt, um den ersten Schritt auf den Weg in die Pflegekarriere zu machen. „Diese Unterschiede sind spannend und erfahrungsgemäß keinesfalls ein Nachteil bei der Entwicklung eines guten Klassenzusammenhalts", sagt Doldi mit Blick auf den bevorstehenden achtwöchigen Theorieblock. „Wir werden die Pflege-Azubis möglichst gut auf die ersten Einsätze vorbereiten", versichert die Pflegepädagogin. Im Rotkreuzklinikum München und weiteren Einrichtungen warten erste praktische Lernerfahrungen. In den Einsatzfeldern trainieren die Azubis ab Mitte November mit den Praxisanleitern gezielt Pflegesituationen und lernen im Laufe der nächsten drei Jahre die verschiedenen Pflegebereiche kennen.

Die Pflegeschule am Münchner Rotkreuzplatz geht mit dem neuen September-Kurs bereits mit der achten Klasse in die generalistische Ausbildung. Von dieser Erfahrung, auch mit Corona-bedingtem Online-Unterricht und strikten Hygieneauflagen, profitieren die Auszubildenden sehr. „Wir haben seit Ausbruch der Pandemie und trotz aller zurückliegender Kontakteinschränkungen die theoretischen Inhalte vollständig vermitteln können und hatten jederzeit ein offenes Ohr", blickt Schulleiterin Schmid auf die mittlerweile fast 30 Monate mit Corona zurück. „Die verstärkten Schutz- und Hygienebestimmungen im Gesundheits- und Pflegebereich sind mittlerweile Routine und fest in die Ausbildungsinhalte verankert. Zudem hat die neue generalistische Ausbildung dazu beigetragen, dass die Schülerzahlen wieder steigen." Schmid ist davon überzeugt, dass die Zusammenführung der Alten-, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsabschluss mit EU-Anerkennung die Attraktivität der Pflegeprofession erhöht. Doch bis es so weit ist, wünscht sie und ihr gesamtes Schulteam eine gute, spannende und erfolgreiche Ausbildung.