Rotkreuzschulen: Pflegeschule Würzburg

Fünfter Jahrgang Pflege-Generalisten startet in die Ausbildung

Würzburg I 07.04.2026

Mit einer sehr heterogenen Klasse startet die Würzburger Pflegeschule ihren fünften generalistischen Ausbildungskurs. Von den 22 Auszubildenden im Alter zwischen 19 und 30 Jahren haben 19 einen Migrationshintergrund. Sie alle verfügen über ein B2-Sprachzertifikat und sind hochmotiviert, in drei Jahren den Berufsabschluss als Pflegefachfrau bzw. als Pflegefachmann erfolgreich zu absolvieren. Drei der neuen Auszubildenden sind schon bestens mit der Berufsfachschule für Pflege vertraut. Sie haben in der Kapuzinerstraße bereits die Pflegefachhilfeausbildung absolviert und schließen jetzt die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann an. Der Großteil, nämlich 15 davon, stammt aus Indien. Bis auf zwei Ausnahmen, die schon länger in Deutschland sind, wurden sie vor Ort, im südindischen Bundesstaat Kerala, von den Leitungen der Rotkreuzschulen der Schwesternschaft München, persönlich ausgewählt.

Die Pflegepädagoginnen Michaela Mark und Angelika Fischer teilen sich die Kursleitung und zeigen sich nach den ersten Tagen im sogenannten Einführungsblock begeistert vom Integrations- und Lernwillen der neun Männer und 13 jungen Frauen. In diesem achtwöchigen Unterrichtsblock führt das Team der Würzburger Pflegeschule die Auszubildenden an die praktischen und theoretischen Grundlagen des Pflegeberufs heran. Ende Mai schließt sich die erste Praxisphase an. Für 15 Auszubildende geht es auf die Stationen und Fachbereiche der Uniklinik Würzburg, mit der sie als praktischer Ausbildungsträger den Ausbildungsvertrag geschlossen haben. Die restlichen absolvieren ihre ersten Praxiseinsätze in kooperierenden Fachkliniken sowie ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen. Insgesamt wird der Pflegenachwuchs bis zum Abschluss der generalistischen Ausbildung 2.500 Stunden Praxis und 2.100 Stunden Theorie durchlaufen.

Die Pflegepädagoginnen Mark und Fischer blicken mittlerweile auf fünf Jahre generalistische Ausrichtung zurück. Die 2020 eingeführte Generalistik hat die bisherigen Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zum einheitlichen, EU-weit anerkannten Berufsbild der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns zusammengeführt. Die Kursleitungen sind überzeugt, dass die Generalistik den komplexen Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft und zunehmend spezialisierten Versorgungslandschaft gerecht wird. „Die breite fachliche Aufstellung ermöglicht die professionelle Begleitung von Menschen aller Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebenssituationen“, betont Mark. Kollegin Fischer ergänzt: „Durch die Erweiterung der beruflichen Perspektiven können die Pflegefachkräfte einfacher zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen - vom Baby bis zum Senior - wechseln. Durch die Generalistik eröffnen sich also deutlich mehr Einsatz- und Karrieremöglichkeiten.“ Mark und Fischer freuen sich auf die kommenden drei Jahre, in denen sie ihren Kurs auf dem spannenden Weg zu Pflegeprofis mit interessanten Zukunftsperspektiven begleiten dürfen.

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