Rotkreuzschulen: Pflegeschule München

33 Pflegegeneralisten, zehn Staatspreise, vier Prämien und starke Wurzeln

München I 31.07.2026

„Heute ist ein Tag, auf den sie lange hingearbeitet haben“, begrüßte Schulleiterin Margit Schmid die Absolvent:innen. Zu den Gratulanten zählten neben zahlreichen Gästen auch Generaloberin Caroline Vogt. Die Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft München vom BRK e. V. betonte in ihrer Ansprache die besondere Bedeutung des Pflegeberufs: „Pflege braucht Menschen mit Haltung. Unser gemeinsames Selbstverständnis hat ein sichtbares Zeichen: das Rote Kreuz.“ Sie freue sich darüber, dass 33 engagierte Pflegefachkräfte – darunter acht Männer – nun in einen Beruf starten, der für die Gesellschaft unverzichtbar sei.

In ihrer Laudatio verglich Schulleiterin Schmid die Begleitung durch drei Ausbildungsjahre mit der Arbeit eines Gärtners. „Als Schulleitung kann ich den Boden vorbereiten, Licht und Wasser schenken, düngen und der jungen Pflanze Halt geben. Wachsen muss sie aus eigener Kraft.“ Sie würdigte, dass der Pflegenachwuchs gelernt hat professionell zu handeln, dabei den Menschen jedoch niemals aus dem Blick zu verlieren. Sie gab ihrer Überzeugung Ausdruck, dass die fachlichen und menschlichen Wurzeln stark genug sind, um auch Stürmen standzuhalten. „Begegnen Sie Menschen mit Respekt und Mitgefühl und verlieren Sie nie die Freude am Beruf“, appellierte die Schulleiterin an die Berufsanfänger:innen.

Nach drei intensiven Ausbildungsjahren mit rund 2.100 Stunden theoretischem Unterricht und 2.500 Stunden Praxiseinsätzen konnte der Kurs auf hervorragende Leistungen zurückblicken. Zehn Absolvent:innen, Givian Mohammadreza, Lena-Marie Kießl, Franziska Kühn, Lena Loidl, Olivia Sander, Hannah Veser, Carla Mayser Vargas, Alicia Reichert, Su-Nanique Sancak, Heinrich von Koppenfeld erhielten den Staatspreis der Regierung von Oberbayern für ihre ausgezeichneten Berufsschulabschlüsse.

Eine besondere Ehrung wurde darüber hinaus Kießl, Lodil, Sander und Veser zuteil: Die vier jungen Frauen schlossen das dritte Ausbildungsjahr mit der Traumnote 1,0 ab und erhielten dafür eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro der Franz und Rosa Eben Stiftung. Die Stiftung, vertreten durch ihren Vorstandsvorsitzenden Ernst Mederer, engagiert sich unter anderem für die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und unterstützt herausragende Leistungen in der Ausbildung.

Schulleiterin Schmid dankte den zahlreichen Kooperationspartnern aus Einrichtungen der ambulanten und Langzeitpflege sowie Krankenhäusern - vor allem dem Rotkreuzklinikum München. Ihr besonderer Dank galt außerdem den Praxisanleitern, dem pädagogischen Team und insbesondere Kursleiterin Anne Lorch, die beide Kurse mit großem fachlichem Engagement und viel Einfühlungsvermögen durch die Ausbildung begleitet hatte. Besondere Unterstützung ließ Lorch den Auszubildenden mit Migrationshintergrund zuteil. Die Pflegepädagogin ist überzeugt: „Wer den Mut aufbringt, sein Heimatland zu verlassen, um einen anspruchsvollen und verantwortungsvollen Beruf zu erlernen, verdient Anerkennung und Respekt“. Bevor Schmid zum geselligen Teil überleitete, gab die erfahrene Schulleiterin den frisch examinierten Pflegefachkräften mit auf den Weg: „Gehen Sie Ihren Weg mit Mut, mit Überzeugung und mit dem Wissen, dass Sie auf das, was Sie erreicht haben, mit Recht stolz sein dürfen.

Wer selbst in seine Pflegezukunft starten möchte, hat schon bald die nächste Gelegenheit: Der neue Ausbildungskurs an der Berufsfachschule für Pflege München beginnt am 8. September 2026 und 1. April 2027. Bewerbungen sind jederzeit willkommen.

Verfolgt die Aktivitäten unserer Schwesternschaft und ihrer Einrichtungen auch auf Facebook und Instagram!


Suche

powered by webEdition CMS