Tag der offenen Tür zieht viele Besucher an
Lindenberg I 06.07.2026

Mit einem Tag der offenen Tür gab die Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e.V. den Startschuss für ihr neu errichtetes Senioren- und Pflegeheim in Lindenberg. Rund 1.000 Besucher:innen kamen, um den modernen Neubau persönlich in Augenschein zu nehmen. Einrichtungsleitung Elvira Karg und ihr Team führten im Stundentakt Besucher:innengruppen durch die Waldresidenz. Neben Kolleg:innen aus Pflege, Medizin und Sozialdienst, Familien und pflegende Angehörige wollten sich vor allem zahlreiche ältere Menschen einen Eindruck von dem neuen Angebot verschaffen. „Irgendwann ist es ja doch so weit“, so die einhellige Meinung. Auf sehr positive Resonanz stießen die großzügigen Einzelzimmer, die wohnlichen Aufenthaltsräume mit viel hellem Holz und die ansprechende Farbgestaltung. Die großen Fenster eröffnen Blicke in die naturnahe Umgebung.
Im Erdgeschoss stehen 25 Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. „Das Besondere an diesen Plätzen ist die Vorab-Buchbarkeit“, erklärten Einrichtungsleitung Karg und Pflegedienstleitung Ramona Costa. Dieses Angebot, das Angehörigen mehr Planungssicherheit bietet, ist in dieser Form im Landkreis bislang einzigartig. „Das ist ideal, wenn Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt oder während der Wartezeit auf einen Rehabilitationsplatz vorübergehend Pflege und Unterstützung benötigen“, so Karg. „Ein Anspruch auf Kurzzeitpflege besteht auch, wenn pflegebedürftige Familienmitglieder während eines geplanten Urlaubs versorgt werden sollen. Gerade für pflegende An- und Zugehörige, die einmal eine Auszeit benötigen, schafft dies spürbare Entlastung und Sicherheit“, ergänzt Costa.
Im ersten Stock finden 25 Senior:innen ein dauerhaftes Zuhause. Während der männliche Anteil sich primär für die Technik des Gebäudes mit intelligenten Raffstoreanlagen vor den Fenstern, Heiz- und Kühldecken, Wärmepumpe und PV-Anlage interessierte, begeisterten sich die Damen für die großen, barrierefreien Bäder, die viel Stauraum bietenden Einbauschränke und die Farbgestaltung. Es ist bereits vor der Inbetriebnahme deutlich spürbar: Die Einrichtung bietet eine persönliche, familiäre Atmosphäre bei menschlich zugewandter, professioneller Pflege und Betreuung.
Die Community Health Nurses der CHN Gesundheispraxis Lindenberg stellen ihr Modellprojekt vor. Sylvia Grebbin und Diana Scholz haben seit Start des Pilotprojekts rund 1.600 Patient:innen zur deren höchsten Zufriedenheit betreut. Die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Berufsfachschule für Pflege informierte neben der dreijährigen Pflegeausbildung vor allem über den neuen neunwöchigen Lehrgang „Betreuungsassistenz“. Wer sich für diese zukunftssichere Aufgabe mit älteren Menschen interessiert, fand bei Pflegepädagogin Rita Goldbrunner die richtige Ansprechpartnerin. Die kleinen Besucher:innen zeigten sich mehr an der Hüpfburg interessiert und ließen sich gemeinsam mit den Eltern den angebotenen Imbiss schmecken.
Heidi Sogawe, Geschäftsleitung Pflegeeinrichtungen und Pflegeangebote, und ihr Team freuten sich besonders über den Besuch von ehemaligen Mitarbeitenden der Schwesternschaft. „Einige überlegen sogar, eine Tätigkeit in der Waldresidenz aufzunehmen“, berichtet Sogawe und verweist auf noch wenige freie Stellen in Hauswirtschaft und Pflege.
Die Lindenberger Waldresidenz wird ab 13. Juli schrittweise den Betrieb aufnehmen. „Das bedeutet, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nach und nach einziehen werden. So können sich alle langsam einleben. Es ist uns sehr wichtig, dass sich die Seniorinnen und Senioren wohl in ihrem neuen Zuhause fühlen“, betont Einrichtungsleiterin Elvira Karg.

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