Rotkreuzschulen: Pflegeschule München
Weiterer Meilenstein in der Pflegekarriere
München I 23.02.2026

Die Tinte ist gerade trocken geworden. Anjana Rajeev und Prakash Anju haben ihre Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag für die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau gesetzt. Ein wichtiger Meilenstein in der Pflegekarriere der beiden Inderinnen. Noch drücken sie in der Erdinger Berufsfachschule (BFS) für Altenpflegehilfe die Schulbank. Diese einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin werden sie im Sommer abschließen und danach nahtlos die dreijährige am Münchner Rotkreuzplatz anschließen.
Elke Rapp ist begeistert von der Motivation der jungen Frauen. „Beide sind bei der Recruitingreise unserer Schwesternschaft im Januar 2025 ausgewählt worden und haben sich innerhalb kürzester Zeit hervorragend integriert“, lobt die stellvertretende Schulleiterin. Im Rahmen des Assessment im südindischen Kochi hatten Anjana und Prakash unter anderem bewiesen, dass sie die deutsche Sprache bereits auf B2-Niveau beherrschen. Dem theoretischen Unterricht konnten sie sehr gut folgen - was sich in den guten schulischen Leistungen der beiden niederschlug. „In der Praxis haben sie ebenfalls hervorragende Bewertungen erhalten“, berichtet Rapp von ihren Einsätzen im Rotkreuzklinikum München sowie in der ambulanten und stationären Kurz- und Langzeitpflege. Die aus Kerala stammenden jungen Frauen hatten den Pflegefachhelfer-Ausbildungsvertrag mit dem Rotkreuzklinikum abgeschlossen und daher einen Großteil der Praxis dort geleistet. Den theoretischen Unterricht haben sie in Erding, ebenfalls eine Pflegeschule der Schwesternschaft München, absolviert.
Der Pflegeberuf gefällt den beiden Inderinnen sehr gut und sie wollen sich in Deutschland eine berufliche Existenz aufbauen. Um Pflegefachfrau zu werden, haben Anjana und Prakash jetzt erneut einen Vertrag mit dem Rotkreuzklinikum unterzeichnet. Für die Theorie ist dann die BFS für Pflege München zuständig. 2.500 Stunden Praxis und 2.100 Stunden Theorie warten auf die beiden. Wohnen werden sie weiterhin im sogenannten „Schülerinnenheim“ am Rotkreuzplatz. Dort und im Unterricht sind sie in internationaler Gesellschaft. „62 Prozent unserer Auszubildenden haben keinen deutschen Pass“, erzählt Rapp. Die stellvertretende Schulleiterin hat großen Respekt vor der Motivation und dem Integrationswillen dieser Auszubildenden. Die einjährige Helferausbildung sieht sie nicht nur für Menschen mit Migrationshintergrund als guten Einstieg in die Pflegekarriere. „Auch für Quer- und Späteinsteiger ist sie bestens geeignet“, versichert sie und freut sich jetzt schon darauf, Anjana, Prakash und ihre Kurskolleg:innen unterschiedlichster Nationen ab September durch die kommenden drei Jahre begleiten zu dürfen.
Verfolgt die Aktivitäten unserer Schwesternschaft und ihrer Einrichtungen auch auf Facebook und Instagram!