Schwesternschaft München

Jubiläumsjahr startet mit Lesung über den Dächern von München

2022 feiert die Schwesternschaft ihr 150-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres hat sich der Verein in einer Feierstunde mit dem Pflegeverständnis von Clementine von Wallmenich (1849-1908) beschäftigt. Clementine von Wallmenich war als erste Frau in höchsten Rotkreuz-Gremien aktiv und gestaltete die bis heute geltenden berufsethischen Grundsätze sowie die Professionsentwicklung der Krankenpflege maßgeblich mit.

Zur Lesung begrüßte Generaloberin Edith Dürr 35 geladene Gäste im 15. Stock in der Zentrale der Schwesternschaft am Rotkreuzplatz. Die Vorstandsvorsitzende erklärte unter anderem: „Tradition, pflegerische Erfahrung sowie der Mut neue Wege zu gehen, und die Fähigkeit Herausforderungen zu meistern, sind das Erfolgsgeheimnis unseres Vereins." Die im April 1872 gegründete Organisation besteht bis heute aus professionell pflegenden Frauen und verzeichnet aktuell rund 1.400 Mitglieder.

Bei der Feierstunde trugen Rotkreuzschwester Andrea Windisch sowie Reinhold Dietsch, stellvertretender Vorsitzender der Schwesternschaft, Auszüge aus zwei Biografien über Clementine von Wallmenich vor. Dabei handelte es sich einerseits um die Biografie von Sigrid Schmidt-Meinecke, andererseits um die Promotionsarbeit von Andrea Windisch. Beide Arbeiten thematisieren die wegweisende Grundlagenarbeit von Wallmenichs, deren Kern die Entwicklung von Professionskonzepten im berufspolitischen Diskurs bilden und die bis in die Gegenwart wirken.

Stimmungsvoll umrahmt wurde die Veranstaltung über den Dächern Münchens von vier Musikern des Rotkreuzorchesters aus Bad Kissingen. Zum Abschluss gab es für die Gäste einen Stehempfang.

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