Wir für den Menschen

Staatspreis zum Start in den Pflegeberuf

Würzburg I 15.09.2021

13 Auszubildende der Berufsfachschule für Pflege Würzburg haben ihren Prüfungs-Trias hinter sich und konnten strahlend die Diplomurkunden in Empfang nehmen. Drei Prüflinge erhielten für ihre hervorragenden Ausbildungsergebnisse sogar den Staatspreis aus der Hand des scheidenden Medizinaldirektors Dr. Rainer Schuà.

Drei Jahre Pflegeausbildung liegen hinter den jungen Menschen, knapp die Hälfte davon unter Corona-Bedingungen. Trotz Online-Unterricht, Schichtdienst mit Maske, verschärften Hygieneauflagen, physischem und psychischem Stress haben sie erfolgreich die dreiteiligen Prüfungen absolviert. Schulleiter Stefan Kolbert und sein Team zeigten sich stolz, zumal der Bayerische Staatspreis für hervorragende Ausbildungsergebnisse gleich drei Mal verliehen wurde. Laurenz Sperber, der einzige männliche Absolvent, Tatjana Roth und Jenny Dimler nahmen erfreut ihre Auszeichnungen von Dr. Rainer Schuà, Medizinaldirektor der Regierung von Unterfranken, sowie vom Ärztlichen Leiter der Schule, Prof. Dr. Peter Sefrin, entgegen.

„In dieser von Unsicherheit geprägten Zeit sind Werte umso wichtiger", so Kolbert im Rückblick auf den Corona-Ausbruch. „Wir bei der Schwesternschaft sind uns dieser Bedeutung bewusst. Die Rotkreuz-Grundsätze stellen nicht nur in der Pandemie die Basis unseres beruflichen Handelns dar." Die frischgebackenen Pflegefachkräfte haben offensichtlich nicht nur den obersten Grundsatz der Menschlichkeit verinnerlicht. Die weltumspannende Einheit und Universalität hat es ihnen ebenso angetan, gehen doch vier von ihnen nach Afrika, um humanitäre Projekte zu unterstützen. Einige bleiben beim Ausbildungsträger, der Schwesternschaft München, und starten ihre Pflegekarriere in der benachbarten Rotkreuzklinik Würzburg. Neben den besten Wünschen für den weiteren Lebens- und Berufsweg appellierte der Schulleiter, das berufspolitische Engagement zu verstärken: „Nach dem Beifall-Klatschen müssen jetzt konkrete Verbesserungen folgen, damit politisch-gesellschaftliche Fehlentwicklungen nicht weiter auf dem Rücken der Pflegeprofession ausgetragen werden. Pflege ist ein schöner und sinnhafter Beruf, der mehr Anerkennung verdient. Setzen Sie sich dafür ein!"

Zum Abschluss der kleinen Feierstunde verabschiedete sich Kolbert bei Dr. Schuà, der die letzten Jahrzehnte als Prüfungsvorsitzender die Berufsfachschule für Pflege begleitet hatte. Mit einem kleinen Präsent bedankte er sich für die hervorragende Zusammenarbeit und wünschte dem Medizinaldirektor einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt als Pensionär.

Die drei stolzen Staatspreisträgerinnen (von links: Tatjana Roth, Laurenz Sperber, Jenny Dimler)